Professor Brigitte Busse (1940–2023) war eine bemerkenswerte Persönlichkeit, deren Lebenswerk die Förderung von Kindern, Jugendlichen und interkultureller Versöhnung prägt.
In Berlin als Kind armer Eltern geboren, wuchs Brigitte Busse in den entbehrungsreichen Jahren des Zweiten Weltkriegs auf. Trotz der schwierigen Umstände zeigte sie außergewöhnlichen Fleiß und Zielstrebigkeit, was ihr ein Studium im Bereich Hauswirtschaft ermöglichte. Sie erwarb eine pädagogische Zusatzqualifikation, die sie in die Lage versetzte, Lehrer an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg auszubilden – ein Meilenstein in ihrer beruflichen Laufbahn.
In den 1980er Jahren hat sie das Schülerlehrbuch über „Leben im Haushalt“ für die Klassenstufen 7 bis 10 publiziert.
Ihr privates Leben war eng mit Professor Max Rockstroh verbunden, mit dem sie über viele Jahre in Grunern lebte. Gemeinsam teilten sie eine tiefe Leidenschaft für Kultur, die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen und die Förderung des Miteinanders zwischen Völkern, insbesondere in der Nachkriegszeit.
Brigitte Busse war eine bescheidene und zurückhaltende Persönlichkeit. Sie vermied die öffentliche Aufmerksamkeit und verwaltete ihr Vermögen mit außergewöhnlicher Sorgfalt und Weitsicht. Mit ihrer Affinität zu Wertpapieranlagen legte sie den Grundstein für die heutige Brigitte-Busse-Stiftung.
Bereits zu Lebzeiten gründete sie die Stiftung mit einem kleineren Kapital, um ihrer Überzeugung und ihrem Engagement für die Jugendförderung Ausdruck zu verleihen. Testamentarisch verfügte sie, dass nach ihrem Tod ihr Immobilienvermögen verkauft und dem Stiftungskapital zugeführt wird.
Die Brigitte-Busse-Stiftung trägt bis heute ihr Erbe weiter und setzt sich für die Bildung, Förderung und Entwicklung junger Menschen ein – ganz im Sinne einer Frau, die sich ihr Leben lang für eine bessere Zukunft einsetzte.